Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde
21. Dezember 2017
0 Kommentare
Teilen

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde

vor einigen Tagen erreichte uns folgende Email:

Liebe Mitarbeiter des Tierschutzvereins Dresden,
meine Tochter fährt mit mir in den Ferien manchmal mit zur Arbeit.

Jeden Tag kommen wir an einer Stelle im Wald vorbei, wo sich jemand einen Garten anlegt. Zumindest macht es seit einiger Zeit den Eindruck. Nun ist hier ein einzelnes Schaf an einer ca. 2m langen Kette angebunden, wahrscheinlich als eine Art Rasenmäher. Um sich das Bild besser vor Augen zu führen, muss man sich vorstellen das das Grundstück mehr oder weniger mitten im Wald ist. Jetzt steht dieses Schaf dort ganz einsam. Unsere täglichen Diskussionen darüber habe ich immer abgewiegelt, dass es doch bloß ein Schaf ist und das ist eben dessen Aufgabe. Eigentlich dachte ich die Sache hätte sich erledigt.
Jetzt brachte uns unsere Tochter Ihren Wunschzettel und ganz oben rechts ist mit Bleistift vermerkt „Bitte kümmere Dich um das einsame Schaf an der Kette.“.
Im Moment bin ich ratlos und hoffe jetzt auf ihre Hilfe.

Frage, wird diese Schaf artgerecht gehalten oder ist es Tierquälerei wie es meine Tochter empfindet. Vielleicht findet jemand von Ihnen die Zeit uns zu antworten. Es wäre doch eine schöne Weihnachtsgeschichte, wenn meine Tochter ihre „kleine Sorge“ loswerden würde. 



Daraufhin haben wir uns mit dem Veterinäramt in Verbindung gesetzt, welches bei einem Vororttermin die Schafhaltung ansehen wollte. Die Familie erhielt dann folgende Antwort (Auszug):

Es ist schön zu wissen, dass sich junge Menschen noch solche Gedanken machen. Ich habe mir den Ort der Schafhaltung angesehen. Das Tier war nicht mehr da. Schafe an einer Kette zu halten, ist in Deutschland erlaubt. Natürlich muss sich täglich um das Tier gekümmert werden und nach meinen Informationen war dies auch so. Wenn man Tiere beobachtet und weiß, wie sie sich normalerweise verhalten, kann man sehr schnell Rückschlüsse auf das Wohlbefinden ziehen. Nicht alles, was für uns als Menschen schlimm aussieht, ist auch für das Tier so. Tiere haben andere Bedürfnisse als Menschen.
Du hast nach meiner Auffassung genau das Richtige getan – du hast dein Anliegen an die Stelle herangetragen, die sich beruflich damit befasst.

Tiere haben andere Bedürfnisse als Menschen – dies ist nach unserer Auffassung zum Teil richtig, zum Teil jedoch auch nicht.
Tiere sind lebende und fühlende Wesen und Mitgeschöpfe.
Ist es wirklich deren Bedürfnis, an einer Kette oder in viel zu engen Ställen zu leben?
Ist es wirklich ein Bedürfnis für Tiere, für die Erkenntnisgewinnung in der Grundlagenforschung zu leiden und zu sterben?
Und ist es wirklich ein Bedürfnis für Tiere, für unsere Unterhaltung sorgen?
Oder muss hier nicht vielmehr ein Umdenken der Menschen stattfinden?

Sie sehen, hier gibt es noch viel zu tun!
Darum treten wir jeden Tag für den Schutz und die Rechte der Tiere ein.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Tierfreunden, Spendern, Partnern, und Vereinsmitgliedern bedanken, dass Sie uns bei dieser – oftmals recht beschwerlichen – Arbeit begleiten und uns die Treue halten.

Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest. Mögen sich auch Ihre „Wunschzettel“ erfüllen und alle Sorgen verfliegen!
Für den Jahreswechsel wünschen wir Ihnen einen guten Rutsch und für 2018 alles erdenklich Gute.

Ihr Tierschutzverein Dresden e.V. Menschen für Tierrechte



 

 

Kommentare

Keine Kommentare Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar schreiben

Ihre Daten sind sicher! Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Es werden auch keine anderen Daten an Dritte weitergegeben. Pflichtfelder markiert als *